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Monatsarchiv für Oktober 2008

Steigender Umsatz von Büroflächen in Deutschland

Donnerstag, den 23. Oktober 2008

Copyright by Stefan / Pixelio

Im dritten Quartal 2008 konnte das sehr gute Ergebnis des Vorjahres leicht gesteigert werden. Der Umsatz von Büroflachen an den acht bedeutendsten Bürostandorten Berlin, Hamburg, Köln, München, Düsseldorf, Frankfurt, Leipzig und Essen stieg auf rund 2,54 Millionen Quadratmeter.

Trotz der aktuellen Finanzmarktkrise sind die deutschen Büromärkte noch in guter Verfassung, so Peter Rösler, Vorsitzender der Geschäftsführung von Atisreal Deutschland. Rösler ist sich sicher, dass die Rekordumsätze der beiden vergangen Jahre vorläufig nicht wieder erzielt werden.

Bis auf Köln konnten alle Top-Standorte ihr Ergebnis leicht verbessern, München erzielte hierbei die höchsten Flächenumsätze. Die Leerstände sind also weiter rückläufig und größere moderne Flächen in den Top-Lagen nach wie vor Mangelware. Mittelfristig wird sich an dieser Lage kaum etwas ändern, die Finanzierung neuer Projekte gestaltet sich unter den aktuellen Umstände schwierig.

Somit legten die Spitzenmieten weiter zu, in allen Städten stiegen diese in den letzten zwölf Monaten um durchschnittlich fünf Prozent. Rösler geht hier aufgrund der Engpässe für absolute Top-Flächen von gleichbleibenden Spitzenmieten aus.

Die Auswirkungen der Finanzkrise werden in den kommenden Monaten auf die Realwirtschaft deutlicher, deshalb sind rückläufige Flächenumsätze für 2009 zu erwarten. Eine Fortführung der Rekordumsätze aus den vergangenen beiden Jahren wird es nicht geben.

Quelle: atisreal.de

Immobilienscout24 ist beliebtestes Immobilienportal

Mittwoch, den 22. Oktober 2008
OnlineStar 2008

OnlineStar 2008

Die Publikumswahl zum Onlinestar 2008 ist beendet und die Ergebnisse wurden gestern in München verkündet. ImmobilienScout24 belegte Platz 2 hinter sparkasse.de in der Kategorie “Geld & Karriere” und ist damit das beliebteste Immobilienportal deutscher Internetnutzer. Platz 3 erreichte das Jobportal monster.de.

In 16 Kategorien stimmten über 40.000 Nutzer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz für die beliebtesten Onlineportale dieses Jahres ab. Bereits zum zehnten Mal wurde von der Verlagsgruppe Ebner Ulm der Preis der größten Nutzer-Wahl Europas vergeben und avanciert zum “Internet-Oskar”.

Die anerkannte Auszeichnung, OnlineStar Gold, ging an 16 Gewinner. Alle Top3 sind hier nachzulesen.

Stärkere Rechte für gewerbliche Mieter

Freitag, den 10. Oktober 2008
Copyright by tarudeone / Pixelio

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BGH in Karlsruhe - Unternehmer müssen ihre angemieteten Gewerberäume nicht nach einem starren Fristenplan renovieren.

Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil. Entsprechende Klauseln für Schönheitsreparaturen in den Mietverträgen seien unwirksam, hieß es. Die Unternehmer würden durch die unflexiblen Zeitvorgaben unangemessen benachteiligt. Die Karlsruher Richter gaben damit dem Betreiber einer Düsseldorfer Änderungsschneiderei recht. (Az.: XII ZR 84/06)

Damit gilt die seit 2004 geltende Rechtssprechung des BGH für private Mietverträge auch für Gewerberäume. Danach sind starre Fristen für Schönheitsreparaturen deshalb unwirksam, weil sie den Mieter unabhängig vom tatsächlichen Zustand der Räume zur Renovierung in bestimmten Zeitabständen verpflichten.

Der Mietvertrag der Schneiderei bestimmte nun, dass die Küche sowie die Sanitäranlagen alle drei Jahre und alle übrigen Räume alle fünf Jahre renoviert werden mussten. Als der Mieter sich weigerte und der Vermieter ihn per Gericht zur Vornahme der Schönheitsreparaturen zwingen wollte, scheiterte er beim Landgericht sowie beim Oberlandesgericht Düsseldorf. Der Vermieter ging daraufhin in Revision und verlor abermals.

Berlin wächst, trotz Rückgang der Gewerbeanmeldungen

Dienstag, den 7. Oktober 2008

In der ersten Hälfte dieses Jahres wurden 20.200 Gewerbe in Berlin angemeldet, das sind 13,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Statistische Bundesamt Berlin-Brandenburg veröffentlichte gestern dazu einen Bericht. Den Neuanmeldungen stehen 15.600 Abmeldungen gegenüber, dass entspricht rund 7 Prozent weniger Abmeldungen als im Vorjahr.

Copyright by Statistisches Bundesamt Berlin-Brandenburg

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Berlin ist attraktiv für Freiberufler

Berlin wächst also deutlich weiter. In welchen Wirtschaftsbereichen Zuwachs und Abgänge zu verzeichnen sind, zeigt die Grafik des Statistischen Bundesamtes. Deutlich ist zu erkennen, dass sich in Berlin immer mehr Freiberufler niederlassen, ein Trend der bekannt ist und nun durch Fakten bestätigt wird. Das verarbeitende Gewerbe und der Finanzsektor verzeichnen als einzige einen Rückgang, hier sind mehr Abmeldungen als Anmeldungen getätig worden.

Frauen im Vormarsch

Jedes dritte Unternehmen von den 15.700 Einzelunternehmen meldete eine Frau an und nicht ganz ein Drittel (31,4 Prozent) betrug der Anteil von Frauen bei den Abmeldungen.

Berlin ist ein attraktiver Standort für Unternehmensgründungen und Standortverlagerungen. Es zogen 639 Unternehmen nach Berlin, leider wanderten auch 670 in andere Bundesländer ab. Ein Kommen und Gehen.

Fazit: Auf Grund der Finanzkrise ist für das zweite Halbjahr sicherlich ein viel stärkerer Rückgang zu erwarten, denn Unternehmensgründungen benötigen Kapital in Form von Beteiligungen oder klassischen Krediten. Die zu erwartende Rezession im nächsten Jahr dürfte daran nichts ändern.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

Beiträge für Krankenkassen steigen auf 15,5 Prozent

Montag, den 6. Oktober 2008
Copyright by Claudia Hautumm / Pixelio

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Die gestrige Koalitionsrunde hat es entschieden. Ab 1. Januar steigen die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen einheitlich auf 15,5 Prozent. Als Ausgleich sinkt der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung und die Höhe des Kindergelds steigt.

Für die Selbstständigen in den gesetzlichen Krankenkassen bedeutet diese Anhebung nicht unbedingt eine Erhöhung der Beiträge. Verlierer sind die Mitglieder günstiger Krankenkassen, nur 10 % der Beitragszahler sind in teureren Kassen versichert und können sich somit zu den Gewinnern zählen.

Ebenso betroffen sind die Arbeitgeber, auf die Ab- und Zuschläge in ähnlicher Höhe zukommen. Doch sinkt der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung um 0,9 Prozent und somit die Kosten für die Beschäftigung ihrer Mitarbeiter.

Wer als Selbständiger in der gesetzlichen Krankenkasse versichert ist, sollte sich unbedingt über alle Neuregelungen für 2009 informieren. Neben den Beiträgen ändern sich unter anderem die Bedingungen für das Krankengeld. Rufen sie ihre Krankenkasse an.

Kreative mitten in Berlin

Donnerstag, den 2. Oktober 2008

Eine umfassende Studie zur Kreativwirtschaft in Berlin wurde gestern veröffentlicht. Dabei wurden 9000 Unternehmen in Berlin befragt. Berliner Kreativunternehmen sind demnach jung, selbstbewusst, standtorttreu, eher klein (max 10 Mitarbeiter), durchaus sozial engagiert und richten sich nach der Infrastruktur der Stadt.

Da 80 Prozent der Kreativunternehmen weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigt und noch frisch auf dem Markt sind, sind diese auf finanzielle Starthilfen angewiesen. Diese und weitere Forderungen sind wichtige Erkenntnisse und wurden bei der Übergabe an die Senatorin für Stadtentwicklung Ingeborg Junge-Reyer präsentiert. (more…)

US-Senat genehmigt 700 Milliarden-Paket

Donnerstag, den 2. Oktober 2008

Der US-Senat hat mit großer Mehrheit dem etwas veränderten Gesetzvorschlag der Bush-Regierung zugestimmt. Die Finanzwirtschaft hofft wieder und wartet gespannt auf die noch ausstehende Entscheidung des US-Repräsentantenhauses. Dort sollen sich neue Zweifel auftun, es bleibt abzuwarten wie heute nachmittag entschieden wird.

Quellen: Suedeutsche.de, Welt.de

Und wer zahlt’s? Der amerikanische Steuerzahler. In Deutschland berichtete gestern die Tagessschau extra von sicheren Spareinlagen bei den Banken. Für’s ruhige Gewissen.

Gewerbliches Mietrecht: Kein Kündigungsrecht aus wichtigem Grund bei schwerer Krebserkrankung

Mittwoch, den 1. Oktober 2008
Copyright by tarudeone / Pixelio

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Ein interessantes und auf den ersten Blick ungerechtes Urteil für den Mieter einer Gewerbeimmobilie. Selbst bei Tod kann der Mietvertrag nicht fristlos gekündigt werden. Der Vertrag geht auf den Erben über, das Oberlandesgericht Düsseldorf empfiehlt, sich in diesem Falle einen Untermieter zu suchen. Nun aber zum Sachverhalt und dem anschließenden Urteil des OL.

Ein Mieter, der Gewerberäume angemietet hat, kann nicht fristlos wegen einer
schweren Krebserkrankung kündigen. Dies hat das Oberlandesgericht Düsseldorf entschieden.

Der Kläger hatte in Mühlheim/Ruhr Gewerberäume angemietet und dort ein kleines Einzelhandelsgeschäft (Geschenkartikel) betrieben. Er wollte das bis Ende Februar 2009 laufende Mietverhältnis vorzeitig aus wichtigem Grund fristlos zum 29. September 2007 kündigen: Er leide an einer schweren Krebserkrankung und könne deshalb sein Geschäft nicht mehr betreiben.

Der 24. Zivilsenat hat festgestellt, dass dem Kläger kein Kündigungsrecht aus wichtigem Grund zusteht. Der Mieter trage das persönliche Verwendungsrisiko für die Mieträume und zwar auch dann, wenn er langfristig angemietete Gewerberäume aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nutzen könne (vgl. § 537 Absatz 1 Satz 1 Bürgerliches Gesetzbuch). So ende auch mit dem Tod eines Mieters nicht das Mietverhältnis, sondern gehe auf den Erben über. Selbst im Wohnungsmietrecht, das - anders als das hier anwendbare gewerbliche Mietrecht - besondere Schutzbestimmungen zugunsten eines Wohnungsmieters vorsehe, stehe einem Mieter kein Recht zur fristlosen Kündigung zu (vgl. § 564 Bürgerliches Gesetzbuch: Kündigungsfrist 1 Monat).

Nach Überzeugung des Senats sei es auch nicht treuwidrig, wenn der Vermieter an dem Vertrag festhalte. Im Übrigen könne der Mieter sein Risiko dadurch begrenzen, dass er die Räume untervermiete. Einer Untervermietung dürfe ein Vermieter nur aus wichtigem Grund widersprechen.

Quelle: Oberlandesgericht Düsseldorf Aktenzeichen I-24 W 53/08

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  • Frank Seiler: Hallo Webseiter, ein Fehler meinerseits, die Änderungen sind zum 1.1.2007 (siehe Update) erfolgt....
  • Webseiter: “gleichviel welcher Form” sagt mir nun erstmal wenig, um nicht zu sagen gar nichts....
  • Jens: Das finde ich absolut richtig. Schließlich hat der Mieter den Vertrag vor der Veränderung unterschrieben, und...
  • Frank Seiler: Wer also vorhat eine Immobilie zu kaufen oder zu verkaufen: Grafik ausdrucken und in die Hosentasche...
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