Die Immobilienbewertung ist ein durch Rechtsvorschriften reglementiertes Verfahren, in dem für eine Immobilie ein Verkehrswert zu einem bestimmten Stichtag im gewöhnlichen Geschäftsverkehr ermittelt wird. Um den Wert einer Immobilie ermessen zu können, sind Kenntnisse auf vielen Fachgebieten (unter anderem BWL, Jura und Bautechnik) erforderlich.
Im Vergleichswertverfahren wird die zu bewertende Immobilie mit ähnlichen Grundstücken bzw. Gebäuden verglichen. Dieses Verfahren wird hauptsächlich bei der Bewertung von bebauten Grundstücken verwendet.
Im Ertragswertverfahren wird nicht nur der Wert einer Immobilie ermittelt, es werden zudem auch eventuelle Einnahmen (z.B. Mieten) einkalkuliert, die aus der Immobilie hervorgehen. Zu den Immobilien, deren Wert durch das Ertragswertverfahren ermittelt wird, zählen unter anderem Gewerbeimmobilien und Mehrfamilienhäuser.
Im Sachwertverfahren wird der Gesamtwert von baulichen Anlagen, bestehend unter anderem aus Gebäude, Außenanlagen sowie speziellen Betriebseinrichtungen gesondert vom Bodenwert errechnet. Das Sachwertverfahren findet zum Beispiel bei Einfamilienhäusern Anwendung.
Den Wert einer Immobilie muss man aus unterschiedlichen Gründen feststellen. Der Verkauf einer Immobilie ist hierbei sicherlich einer der wichtigsten Gründe. Weitere wichtige Motive sind etwa Beleihung (Hypotheken), Bilanzierung, Zwangsversteigerung oder aber die Ermittlung des Versicherungswerts von Grundbesitz.